Berliner Komponisten für die Orgel
Musik an der Auenkirche bietet in den Instrumentalkonzerten besondere Komponisten und Werke, die im Berliner Konzertleben unterrepräsentiert sind oder die eine besondere Beziehung zur Stadt haben.

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...und die „klassischen“ Barockkomponisten für Orgel?
Natürlich ist die Große Orgel keine Barockorgel. Durch die immensen Kombinationsmöglichkeiten und den neuen Spieltisch lassen sich jedoch viele beeindruckende Klangfarben erzeugen, die ähnlichen Zusammenstellungen bei neobarocken Instrumenten der Nachkriegszeit oft überlegen sind.
Die präzise elektropneumatische Traktur erlaubt selbst die Darstellung Bach´scher Triosonaten. Die helleren Mixturen von von 1922 und 1961 verleihen dem Vollen Werk in Verbindung mit der ausgezeichneten Akustik Strahlkraft und Glanz auch für die musikalisch überzeugende Wiedergabe von Orgelmusik des Barockzeitalters - mehr als dies neobarocke Nachbauten der Nachkriegszeit und der 70er Jahre umgekehrt für die Epoche der Spätromantik leisten.
Beim letzten großen Ausbau wurden die Aliquotregister bewusst belassen und nicht verändert. Das Instrument hat seine Geschichte wie wir alle, und die Wiedergewinnung einer scheinbar „heilen“ Welt würde bei kompromissloser Rückführung das Werk auf 40 Register auf zwei Manualen mit mechanischer Kegellade aus dem Jahre 1898 um die Hälfte verkleinern. Die Orgel war für die Auenkirche in ihren Ursprüngen zu klein konzipiert.
So bleibt die Geschichte mit behutsamen Angleichungen bestehen und kann mitverfolgt werden: von 1898 zum ersten großen Ausbau 1922 bis 1924 und schließlich zum zweiten Ausbau zur damals größten Orgel Berlins im Jahre 1961. Es folgten die Rekonstruierungen und Restaurierungen 1984 bis 1986 und 1990/1991, schließlich als Krönung der neue Spieltisch im alten Gewand und die Registerergänzungen 2002/2003.